Es werden noch fleißige Maurer gesucht

Samstag, 17. August 2013
Friedliche Veranstaltung des Verbands der gesamtdeutschen DDR wird durch die Sicherheitsorgane der Übergangsregierung boykottiert. Mümmelmann reagiert gelassen.
Attribution: Bundesarchiv, Bild 173-1321 / CC-BY-SA
Bild vom Mauerbau
Die Vorbereitungen auf die Festlichkeiten laufen bereits auf Hochtouren.

"Wer will fleißige Handwerker sehn?"- unter dieses Motto stellt der Verband der gesamtdeutschen DDR in diesem Jahr seine Veranstaltung. Das Vorhaben des Verbandes stößt allerdings auf Ablehnung durch die Sicherheitsorgane der Übergangsregierung in Berlin. Die vorläufige Staatsratsvorsitzende Merkel spricht von Bedenken, dass die Veranstaltung "... einzig zum Ziel hat, eine nicht demokratisch legitimierte Regierungsübernahme durch die Mitglieder des Zentralkomitees durchzusetzen."

Dazu Horst Mümmelmann vom Verband: "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen! Unsere Veranstaltung, die für den 12. und 13. August 2013 angesetzt ist, dient lediglich dem Aufbau und der Förderung der Produktionsgenossenschaft des Handwerks." Dass das Veranstaltungsdatum und der Veranstaltungsort - die Bernauer Straße in Berlin - unglücklich gewählt seien, bezeichnet Mümmelmann als vollkommen überzogene Hysterie im Umgang mit geschichtlich relevanten Orten und Daten. Auch die Behauptung, dass der Großeinkauf von Zement und Sand mittels kilometerlanger LKW-Züge des Verbands, in den verschiedenen Baumärkten rund um die Hauptstadt, etwas mit einer geplanten Machtergreifung zu tun haben, sei falsch: "Die Preise sind niedrig wie nie und deshalb haben - wegen privater Wohnungsbauvorhaben - die Genossen des Verbandes die Gunst der Stunde genutzt."

Trotzdem zieht die geplante Veranstaltung auch außenpolitisch Kreise. In einem persönlichen Schreiben Putins, das der Redaktion vorliegt, bekundet er gegenüber Mümmelmann und dem ZK die aufrichtige und volle Unterstützung im Falle einer "... geschichtlich nur gerechten" Machtübernahme durch die Organe der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. Er - Putin - stelle seine Kraft und sein Wissen gern der - im Falle einer Machtergreifung - zu beseitigenden Opposition zur Verfügung.

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